Wie wichtig ist das Frühstück am morgen?

Unser Frühstück: Wie wichtig ist es? Ob das Frühstück auf den Ernährungsplan gehört oder nicht, ist ein andauerndes Streitthema in den Ernährungswissenschaften. Die einen halten es für unerlässlich und schwören auf ihren Smoothie mit Vitaminen am Morgen. Die anderen sehen im Frühstück gar eine Gefahr für die Gesundheit an. Was stimmt? Gibt es überhaupt ein Richtig oder Falsch? Und was wäre ein gutes Frühstück?

Ein Blick in die Geschichte

Die Steinzeitmenschen kannten kein Frühstück. Sie mussten morgens erst zur Jagd oder zum Sammeln aufbrechen, bis sie etwas in den Magen bekamen. Als der Mensch sesshaft wurde und Vorräte anlegte, veränderte sich sein Frühstücksverhalten. Historiker konnten nachweisen, dass im Alten Ägypten die Menschen bereits ein Frühstück genossen. Es bestand aus Gebäck, Obst und Mandeln. Zu trinken gab es Wein und Bier. Römische Soldaten haben laut antiken Geschichtsschreibern einen Brei aus Dinkel oder Gerste verspeist, wenn der Tag anbrach. Und heutzutage? Es hängt stark vom Kulturkreis ab, ob ein Frühstück üblich ist oder nicht. Während in Frankreich, Spanien und Italien die erste Mahlzeit am Tag häufig dürftig ist, lieben es die Deutschen und Engländer herzhaft. Letztlich hat jeder seine eigenen Gewohnheiten.

Frühstück: Gesundheitsrisiko oder Gesundheitsförderer?

Der britische Wissenschaftler Terence Kealey meint, dass das Frühstück das Risiko Herz-Kreislauferkrankungen, Übergewicht und Diabetes auszubilden erhöhen würde. Er begründet dies mit dem hohen Gehalt an Kohlenhydraten in der morgendlichen Mahlzeit. Sie würden den Blutzuckerspiegel nach oben treiben und dies würde hohe Insulin-Ausschüttungen provozieren. Dies könne ein neues Hungergefühl hervorrufen. Andere Forscher meinen, solche Auffassungen wären nicht haltbar. Das Gegenteil wäre der Fall. Unumstößlich ist allerdings, dass der Blutzuckerspiegel nach dem Aufstehen für mehrere Stunden auf einem hohen Niveau ist. Theoretisch müsste demnach auch ohne Toast mit Käse und einer Tasse Kaffee Leistung möglich sein. Hierbei wird jedoch der emotionale Aspekt vergessen, der ebenfalls von Bedeutung ist. Für viele Menschen ist das morgendliche Frühstück ein Ritual, mit dem sie gut in den Tag kommen. Frühstücken sie nicht, haben sie schlechte Laune. Diese ist für den weiteren Tageslauf kontraproduktiv und schwächt die Leistungsbereitschaft. Übrigens: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät nicht generell von einem Frühstück ab und rät nicht explizit zur Mahlzeit am Morgen. Sie empfiehlt allerdings, dass Schulkinder nicht ohne gesundes Frühstück zur Schule aufbrechen.

Das »Was« ist entscheidend

Letztlich ist es einer erwachsenen Person selbst überlassen, ob sie frühstückt oder nicht. Notwendig ist diese erste Mahlzeit nicht, aber wenn sie zum individuellen Wohlbefinden beiträgt, ist sie ratsam. Wichtig ist beim Frühstück nur, was in den Mund kommt. Da der Blutzuckerspiegel bereits hoch ist, sind einfache Kohlenhydrate und Zucker eher kontraproduktiv. Statt Croissant mit Marmelade sollten beispielsweise nahrhafte Müslis ohne Zuckerbeimengung auf den Tisch kommen. Sie lassen sich mit Superfoods in Form von Früchten süßen. Das Müsli selbst liefert Ballaststoffe und komplexe Kohlenhydrate für einen guten Start in den Tag. Es gibt sie auch glutenfrei. Fette und Einfachzucker sind bei hochwertigen Produkten hingegen nicht enthalten.

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