Wie gesund sind Trockenfrüchte?


Trockenfrüchte – fruchtige Vitamine im Müsli. Müsli liefert Kohlenhydrate, Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe. Das verheißt einen guten Start in den Tag. Für noch mehr Power und ein echtes Wohlfühlmüsli lässt sich das gesunde Frühstück mit Trockenobst verfeinert. Doch was ist das gesunde Geheimnis von Trockenfrüchten?

Wie entsteht Trockenobst?

Die Idee, Früchte durch Trocknen zu konservieren, ist schon sehr alt. Heute werden dazu meist moderne Dörr- oder Trocknungsgeräte genutzt. So kann man auch im Herbst und Winter unkompliziert gesunde Vitamine naschen. Beliebtes Trockenobst sind Aprikosen, Pfirsiche und Feigen. Auch Äpfel, Birnen und Pflaumen sind Klassiker der Trockenfrüchte. In der Regel werden die reifen Früchte langsam in warmer Luft getrocknet. So verlieren sie bis zu 80 Prozent ihrer Flüssigkeit. Zurück bleibt ein intensiver Fruchtgeschmack, außerdem Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe sowie Kohlenhydrate.

Wie gesund sind getrocknete Früchte?

"Du bist, was Du isst", heißt es im Volksmund. Wie bei vielen Dingen heißt es auch hier, das rechte Maß zu finden. Das gilt auch für Trockenfrüchte. War der gesundheitliche Nutzen von getrocknetem Obst lange umstritten, sehen heute zahlreiche Wissenschaftler Trockenfrüchte als eine gute Quelle für Ballaststoffe. Diese können einer trägen Verdauung auf die Sprünge helfen – bekannt sind hier vor allem Backpflaumen – und haben einen niedrigen glykämischen Index.

Was ist der glykämische Index?

Wie stark der Organismus auf die Zufuhr von Kohlenhydraten mit Schwankungen des Blutzuckers reagiert, wird mithilfe des glykämischen Index erfasst. Dieser gibt an wie schnell die Kohlenhydrate in Form von Glukose im Blut erscheinen. Kohlenhydrate mit einem niedrigen glykämischen Index helfen dabei, länger satt zu bleiben. Hungerattacken werden so vermieden. Der Verzehr von getrocknetem Obst kann also durchaus gesundheitsfördernd sein, wenn er im Rahmen bleibt. Tipp: Nicht mehr als eine Handvoll am Tag.

Was ist mit dem Fruchtzucker in Trockenfrüchten?

Wie frisches Obst enthält auch getrocknetes Obst Fruchtzucker (Fructose). Ein Großteil der Kohlenhydrate besteht aus Fructose. Allerdings sollte man Fructose nicht grundsätzlich verdammen. Unbestritten sind industriell hergestellte gesüßte Getränke mit viel Fruchtzucker und Zucker, in großen Mengen genossen, nicht gerade gesundheitsfördernd. Der Fruchtzucker aus natürlichem Trockenobst hingegen gelangt langsamer ins Blut und macht nicht müde, sondern fit.

Welche gesunden Inhaltsstoffe stecken in getrocknetem Obst?

Gesundes Wohlfühlmüsli mit Trockenfrüchten enthält viele Ballaststoffe, die langsam verdaut werden und deshalb lange satt machen. Darüber hinaus erhält der Körper wichtige Nährstoffe wie Proteine, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. In getrocknetem Obst stecken zudem große Mengen an Antioxidantien. Diese können freie Radikale „neutralisieren“. Warum wohl bilden Pflanzen Antioxidantien? Diesen Schutzmechanismus können auch wir uns zunutze machen.

Wie kann man Trockenfrüchte selbstmachen?

Wer einen Garten hat und sich über reiche Ernte freut, kann sich ein spezielles Trockengerät anschaffen. Für gelegentliches Trocknen von Früchten reicht auch ein Backofen aus. Faustregel: Klein geschnittene Früchte einige Stunden bei etwa 50 Grad Celsius auf einem Backblech oder einem Dörrgitter trocknen. Übrigens lassen sich nicht nur Früchte, sondern auch Gemüse trocknen. So lässt sich Müsli z. B. mit Rhabarber, Blumenkohl oder Kürbis verfeinern – zu einem wahren Wohlfühlmüsli. Und wer mag, nimmt eine Müslimischung, Trockenfrüchte oder Trockengemüse, etwas Mehl und Honig und zaubert sich daraus seine persönlichen Müsli-Riegel – ohne zusätzlichen Zucker.

Tipp

Wussten Sie, dass Rhabarber ein Gemüse ist? Auch wenn es oft den Obstsorten zugerechnet wird, stammt das leckere Stangengemüse aus der Familie der Knöterichgewächse. Im Garten ist Rhabarber sehr beliebt. Der Anbau ist unkompliziert und die Pflanze pflegeleicht. Zudem steigert sich der Ernteertrag von Jahr zu Jahr. Von April bis zum 24. Juni ist Erntezeit. Danach bildet Rhabarber vermehrt Oxalsäure, die in hohen Dosen schädlich sein kann.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.